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Darum ist „Willkommen“ in Website-Überschriften keine gute Idee

Bitte kein Willkommen

An manchen Tagen fühlt sich Surfen im Internet an wie Hüpfen von Willkommen zu Willkommen:

  • Herzlich willkommen auf unserer Internetseite …
  • Herzlich willkommen auf unserer Homepage …
  • Herzlich willkommen auf unserem Internetauftritt …

Auf gefühlt zig-tausend Internetseiten sind solche Allgemeinplätze zu lesen. Und meistens noch in der Top-Überschrift: Und diese H1-Überschrift (unten dazu mehr) ist ausgerechnet diejenige, deren Wörter in Suchmaschinen besonders gelistet werden. Suchen Sie einmal nach „Herzlich willkommen“: Cool – Millionen von Webseiten bieten „Willkommen“ an. Soll Deine Website in diesen Suchergebnissen auch vorkommen? Oder möchtest Du lieber, dass sie unter relevanten Stichwörtern für Dein Angebot gelistet wird?

Warum also schreibst Du das?

  • Schreibst Du es, weil es sich so gehört und alle so machen?
  • Oder Dir nichts Besseres eingefallen ist?
  • Willst Du einfach nur freundlich sein?

Denke nochmals genauer nach: Denn Du verschenkst mit einem „Willkommen“ ordentlich Potenzial.

Und Du bist gar nicht nett zu Deinen Besuchern, weil diese nicht nach „willkommen“ gesucht haben, sondern nach Dir und Deinem Produkt. Also los!

Das Erste, was Dein potentieller Kunde auf Deiner Website sieht, ist die Seitenüberschrift –  die muss also rocken! Denn Du hast nicht viel Zeit, Besucher von Deinem Angebot zu überzeugen. Ein Willkommen ist zwar nett, aber keinesfalls überzeugend!

Wenn Du Deine Eyecatcher-Überschrift näher erklären möchtest, sehr gut: Dazu setzt Du am besten eine Unter-Überschrift ein. Denn Überschriften sind wichtige Lieferanten für Suchwörter.

Kleiner Überschriften-Exkurs

Überschriften sind nicht unbedingt fett, aber gewichtig

Überschriften haben nicht Überschriften-Status weil sie fett gedruckt oder in größeren Lettern geschrieben sind. Im Web werden echte Überschriften explizit ausgezeichnet mit ganz konservativ hierarchischer Struktur – von H1 bis H7, von superwichtig bis weniger gewichtig.

Keine Sorge, alles easy: Du brauchst kein HTML zu lernen, um Text als Überschrift zu kennzeichnen. Die Webeditoren der Content-Management-Systeme bieten alle an, dass Textbereiche entsprechend ausgezeichnet werden. Man muss sie nur nutzen.

Aber aufpassen, kein inflationärer Einsatz von H1-Überschriften: Jede (Unter-)Seite darf davon nur Eine enthalten. Sonst nehmen die Suchmaschinen das übel.

Was also macht eine Top-H1-Überschrift aus?

Knackig und prägnant

Verrate Deinen Besuchern in der Headline, was sie auf Ihrer Internetseite erwartet. Gib eine schnelle Orientierung und Entscheidungshilfe, ob es sich lohnt, auf der Website zu bleiben. Machen neugierig auf Dein Angebot.

Was kennzeichnet eine spitzenmäßige Headline:

  • Sie ist prägnant und hat nach Möglichkeit nicht mehr als 5 Wörter
  • Hoher Informationsgehalt: Um was geht es auf dem folgenden Absatz?
  • Beginne mit einem Schlüsselwort (keyword)
  • Dennoch: Schreiben für Deine Leser – nicht für Suchmaschinen!

So klappt es mit dem Texten von H1-Überschriften

Es ist vielleicht einfacher, als Du denkst.

Selten, dass einem sofort eine Mega-Headline aus der Feder geschossen kommt, aber mit etwas Handwerk kommt man in Schwung. Hole Dir einen Zettel und schreibe eine ganze Liste von Überschriften.

Tipp 1: Beruf – Ort – Zielgruppe

Vielleicht noch nicht so spannend, aber mindestens informativ

Die einfachste Art und Weise eine Überschrift zu texten, ist die Berufsbezeichnung und ergänzende Informationen wie den Ort und/oder auch die Zielgruppe zu nennen.

Beispiele:

  • Ihre Unternehmensberatung in Hintertupfingen – für Besser-Unternehmer
  • Hundefriseur mit Herz in Berlin-Mitte
  • Schreinerei für Vollholzmöbel in Kiel

Tipp 2: Vorteile

Locken mit dem zu erwartenden Benefit

Gib dem Besucher einen Ausblick darauf, welche Vorteile er von Dir erhält, beziehungsweise welche Transformation er mit Dir erreichen kann. Versprich aber nicht mehr, als Du halten kannst. Auch reißerische Überschriften kommen nicht gut an.

Beispiele:

  • Unternehmensberatung für mehr Profit mit glücklicheren Mitarbeitern
  • Ihr Hundefriseur mit Herz – hundum glücklich!
  • Schreinerei für Vollholzmöbel in Kiel – für hyggeliges Wohngefühl

Tipp 3: Was machen Du?

Gib eine Vorstellung von dem, was Du machst

Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit: Was machen Sie genau? Versuchen Sie dabei möglichst bildhafte Wörter zu finden, die nicht abgedroschen sind: Individuell und kompetent sind doch irgendwie alle …

Tipp am Rande: Bemühe doch die Synonym-Suche im Internet – da kommen manchmal richtig tolle Varianten heraus.

Beispiele:

  • Mehr Profit mit glücklicheren Mitarbeitern – wir beraten Sie umfassend
  • Waschen, schneiden, föhnen: Ihr Hundefriseur für Wohlgefühl auf vier Pfoten
  • Handgefertigte Vollholzmöbel – für hyggeliges Wohnen

Tipp 4: Dein guter Name und andere Suchwörter

H1-Überschriften brauchen Sie auch auf Unterseiten

Auch Ihre Unterseiten sollten jeweils eine H1-Überschrift erhalten: Mische dazu Deinen Namen bei – klassischerweise auf der Über mich-Seite. Selbstverständlich kannst Du auch andere Suchwörter mit unterbringen. Vermeide allerdings fachchinesisch: Es nützt Dir nichts, wenn man Dich schlicht nicht versteht.

Beispiele:

  • Manuel Money: Bewusste Work-Life-Balance und profitables Business
  • Bernd Bader –  Hundefriseur mit Händchen für Fellnasen
  • Raumwunder und Kuschelmöbel – Holz in bester Wohnform

Auf Blogseiten kannst Du auch gut Fragen einsetzen. Oder Lösungen anbieten:

  • So verbinden sich profitables Business und motivierte Mitarbeiter
  • Mehr als Fellpflege: Wann braucht Ihr Hund einen Friseur?
  • Natürlich leben: Mit Vollholzmöbeln ein gesundes Wohnklima schaffen

Mach Dich locker

Erzwinge es nicht – komme locker in den Headline-Flow

Suche nicht verkrampft nach der einen Mega-Headline: Spiele ein wenig mit den Wörtern herum. Mische mal bewusst unpassende Begriffe unter: Damit kann man eine Menge Spaß haben! Vielleicht setzt Du Dich dazu mit ein paar netten Kollegen zusammen: Vorsicht, wenn eine Flasche Rotwein mit ins Spiel kommen sollte …

Hast Du den „Willkommens-Platzhalter“ auf Deiner Website mit besseren Inhalten bestückt? Schöpfe das volle Potenzial aus und präsentiere Dein Unternehmen optimal. Ich unterstütze Dich dabei sehr gerne!

Bringen wir Ihre Website wieder dynamisch ins Spiel: Lassen Sie uns darüber reden.

Ich bin Elke Petersen-Rusch: Seit rund 20 Jahren bringe ich neuen Schwung in die Websites meiner Kunden.

Mit viel Erfahrung und hohem Engagement entwickle und designe ich vor allem Internetseiten für beratende Unternehmen und Praxen. Durch klare Strukturen und fein abgestimmtes Design schöpfe ich das volle Potential aus den Webauftritten – für einen frischen Außenauftritt, der begeistert und die Unternehmen voran bringt.

Anschließend sorge ich dafür, dass die Webauftritte lebendig bleiben. Mein Kunde kümmert sich um sein Business, ich mich um seine Internetpräsenz – so einfach ist das!

Elke Petersen-Rusch

Webdesignerin, webwirbel.de GmbH

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