Was kostet die Erstellung einer professionellen Website?

Start » Blog » Was kostet eine Website?
 

Was kostet es, eine professionelle Webseite erstellen zu lassen?

Leitfaden Bilder optimieren Website

Es ist die klassische Frage, die sich stellt, wenn das Thema „Ich brauche eine Website“ auf den Tisch kommt. Die Frage, die sich meist anschließt, ist die nach selber machen oder machen lassen. Meine Antwort: Es kommt darauf an, was alles in der Wundertüte stecken soll, wie bewandert man selber im Bereich Webseiten-Erstellung ist und dann kommt noch der Zeitfaktor hinzu.

Die monetäre als auch zeitliche Investition für eine Webseite hängt von einigen Faktoren ab. Es ist ein bisschen wie bei einem Hausbau: Von Minihütte bis Villa ist die Preisspanne weit. Daher kann man als seriöse Webdesign-Agentur unmöglich eine pauschale Antwort auf diese Frage geben.

In diesem Beitrag gebe ich Dir aber Orientierung, wie sich die Kosten zusammensetzen und in welchem Rahmen sie sich bewegen. Dann kannst Du entscheiden, was sich für Dich lohnt oder welche Lösung für Dich in Frage kommt.

Vorüberlegungen zu Anforderungen und Budget

Es ist schlau, sich vorab Gedanken darüber zu machen, was Dir wichtig ist und wieviel Du dafür investieren möchtest. Das klopft auch ein Webdesigner definitiv in einem Erstgespräch ab: Logisch, er muss ja einordnen, was Du Dir vorstellst und mit welchem Budget das umzusetzen ist. Denn es ist klar: Wünschen kann man sich viel, ob es aber zu diesem Preis umsetzbar ist, ist eine ganz andere Frage.

Günstig? Schnell? Hochwertig? Worauf legst Du Wert? Denn genau zwischen diesen drei Eckpunkten wird gewichtet, was Du für Dein Budget erhältst. Willst Du eine günstige Webseite, wird sie weniger hochwertig sein, willst Du ratzfatz eine 1a-Webseite wirst Du kaum mit einem Minibudget hinkommen. Aber das ist beim Hausbau ähnlich.

Ein weiteres Kriterium ist, wie Du zukünftig mit Deiner Seite arbeiten möchtest: Wenn die Site ausgebaut werden soll, dann brauchst Du ein stabiles Fundament auf das sich aufbauen lässt.

 

Welche Kostenfaktoren gibt es?

Dröseln wir es mal auf: Zum einen gibt es laufende Kosten, damit die Website im Betrieb kommen und bleiben kann. Dazu gehören die Kosten des Providers für Domain  und Hosting. Da kommst Du nicht drum herum. 

Dann gibt es Kosten, die optional sind. Dazu gehören:

  • Website-Erstellung durch Profi
  • Template 
  • Website-Builder
  • Bildmaterial
  • Copywriting
  • Lizenzen für Plugins
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Wartung
  • Shopsoftware

Was gibt es für Websitetypen? 

 

Als Webdesigner unterteilen wir Websites in Kategorien, die sich in Umfang, Ausrichtung und Anforderung unterscheiden. Was Du selber wuppen kannst und wo Du besser Profis ans Werk gehen lassen solltest, habe ich Dir im Folgenden zusammengestellt.

 

Webvisitenkarte

Das kleine Webseiten-Geschwisterchen ist bis zu drei Seiten groß. Es geht darum, eine kleine Anlaufstelle im Web zu haben und online sichtbar zu sein.

Selber machen?

Ja, kann man machen. Wenn man vorhat, dass die Site ausgebaut werden soll, dann rate ich von einem Baukastensystem klar ab.

Machen lassen?

Die Preisspanne liegt zwischen 500 – 1500 €.

Portfolio- oder Firmen-Website

Eigentlich der Klassiker: Angebote bzw. Dienstleistungen vorstellen, Vertrauen aufbauen, Zusatzinformationen bieten. Es können verschiedene Erweiterungen wie Terminbuchungen, Mitgliedsbereiche, Blogbereiche, Newsletter-Registrierungen, etc. integriert werden.

Wenn es keine Grabbeltisch-Website sein soll, spielen Branding, Konsistenz, Struktur und saubere Technik eine große Rolle. Sei Dir darüber im Klaren, dass der Erfolg einer Website über Wohl und Wehe einer Firma mit entscheidend sein kann. Auch der Umfang kann sehr herausfordernd werden, insbesondere was das Seitenkonzept betrifft und damit direkte Auswirkungen auf die Nutzerfreundlichkeit hat.

Selber machen?

Ja, aber das macht man nicht mal nebenbei. Wenn man Business-Website ernsthaft umsetzen und betreiben möchte, dann ist der Zeitaufwand schon hoch und man sollte wissen, was man macht. Von einem Baukastensystem rate ich klar ab, dazu sind die Möglichkeiten zu begrenzt – insbesondere im individuellen Branding und der Skalierbarkeit.

Machen lassen?

Hobbybastler an eine Firmenwebsite zu lassen, ist schon sehr gewagt. Die Basisinvestition von 1500 – 3500 € sind bestimmt gut angelegt. Je nach Anspruch, Umfang und Sonderfeatures ist die Skala nach oben offen.

Landingpage

Eine Landingpage ist normalerweise eine (einzelne) Verkaufsseite. Der Knackpunkt ist, dass sie supergut geplant sein muss, um zu konvertieren. Üblicherweise wird immer wieder nachjustiert, ggf. auch mit A/B-Tests Varianten getestet. Gefeilt wird nicht nur an der Customer-Journey sondern auch an SEO-Faktoren.

Selber machen?

Grundsätzlich ist es nicht schwieriger, als eine normale Seite zu erstellen. Der Punkt ist eher, einen honigsüßen, hochverlockenden Verkaufsprozess zu gestalten.

Machen lassen?

Hier liegt die Preisspanne bei 500 – 1000 € mit evtl. Zusatzkosten für Texte, Bilder oder sogar Videos. Da können gut und gerne nochmals so viel dazu kommen.

Blog

Ein Blog lebt von Beiträgen, die wie ein Journal aufgebaut sind mit einer großen Themenbandbreite (Firmendarstellung, Fachbeiträge, Produktvorstellungen, etc.). Blogs können zwar auch für sich alleine stehen, werden aber gerne mit einer „normalen“ Webseite kombiniert. Das hat den Vorteil, dass über die Blogbeiträge themenrelevante Suchbegriffe mit der Website verbunden werden.

Selber machen?

Das kann man durchaus selber machen – es braucht aber einen langen Atem. Bis Blogbeiträge (inklusive der Website) bekannt werden, braucht es Zeit. Gerade das regelmäßige Befüllen des Blogs ist ein nicht zu unterschätzender Zeitfaktor.

Machen lassen?

Wenn ein professioneller Blog aufgezogen werden soll, dann ist Konsistenz in Aufbau und Darstellung wichtig. Rechnet man zudem mit hohen Zugriffszahlen, muss der technische Hintergrund dafür ausgerichtet sein. Die Kosten dafür sind wie bei deiner geschäftlichen Website. Zusatzkosten können entstehen, wenn man Copywriter für den Content engagiert.

Online-Shops und Portale

Die Hauptherausforderungen liegen im Management von Produkten, Kunden und der gesetzeskonformen Integration des Bestell- und Bezahlvorgangs. Hat man das geschafft, geht es mit der Optimierung für die Suchmaschinen weiter. Ähnlich wie bei den Landingpages spielt Onpage die Conversion-Optimierung eine große Rolle.

Selber machen?

Einen Minishop kann man mit entsprechenden Plugins noch aufziehen – ein stabiles Nervengerüst sollte man aber im Gepäck haben. Ganz kostenfrei geht es aber kaum, da gerade für den deutschen Markt Besonderheiten zu berücksichtigen sind, die man mit kostenpflichtigen Plugins umsetzen kann.

Machen lassen?

Mein Plädoyer ist für machen lassen, wenn man es ernst meint. Auch wenn das eine ganze Stange Geld kostet. Und auch nur von Agenturen, die damit Erfahrung haben.

Einen Preis kann man hier nicht angeben, zu sehr hängt es von den Leistungsanforderungen und der Größe des Shops ab.  

Website selbst erstellen oder erstellen lassen?

Wir alle haben bereits von den Baukästen gehört, mit denen man im Nullkommanix eine Website erstellt hat. Tatsache ist, ganz wertfrei, dass man sich in jedes Content Management System einarbeiten muss. Auch mit fertigen Templates oder Themes, die man nur anpassen braucht, können durchaus nette Seiten entstehen.

Was aber macht den Unterschied aus? Um eine überzeugende, authentische Website zu erstellen, braucht es eben das Quäntchen mehr. Und dieses Quäntchen besteht meistens aus einem stimmigen Website-Gesamtkonzept, sinnvoller Nutzerführung, konvertierenden Texten und einem konsistenten, individuellem Design. Genau das bieten professionelle Webdesign-Agenturen an.

Faktor Content-Management-System (CMS)

Meine Erfahrung zeigt, dass es viele mit einer Baukasten-Selber-Mach-Version versuchen, aber irgendwann den Punkt erreichen, wo sie feststellen, dass es eben doch nicht reicht. Oder auch an technische Limits der Fertigbaukästen stoßen.

Aus diesem Grund empfehle ich ein neutrales, portables CMS wie z. B. WordPress einzusetzen. Warum sollte man sich die Freiheit nehmen lassen, unlimitiert sein Branding umzusetzen? Und warum die Option, die Site mit Funktionen und Plugins nach eigenem Gusto zu erweitern?

Gerade für WordPress gibt es Site-Builder wie zum Beispiel Divi, mit denen man sehr intuitiv und ohne Programmierkenntnisse Seiten bauen kann. Die meisten Provider bieten – gerne etwas versteckt – die automatischen Installationsroutinen für  WordPress & Co. an – das ist auch für Laien gut zu wuppen. Und selbst wenn man sich das nicht selbst zutrauen sollte, dann lasse Dich bei diesen technischen Aufgaben unterstützen: Gerne übernehmen wir diese technische Websitehilfe.

Faktor Zeit

Nicht zu unterschätzen ist auch der zeitliche Aufwand – auch das ist eine Investition. Wenn ich die Werbungen für die Provider-Baukästen sehe, dann weiß ich manchmal nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Ich habe in meinem gesamten Webdesignerleben noch keine einzige Site gesehen, die in 5 Minuten fertig ist – no way. Auch das Versprechen von Webdesignern oder Agenturen von einer Website in einem Tag unterschlägt, dass es eine gewisse Vorlaufzeit braucht, um Zielgruppe, Konzept, Inhalte und Branding zu planen.

Stop!

Es ist verlockend, wenn einem der Neffe, der Student, ein Bekannter bei der Webseitenerstellung einen Schnapper-Preis macht. Was aber ist, wenn der mal nicht mehr will oder kann? Website-Frust und Chaos sind vorprogrammiert, gerade wenn unklare Verträge und Berechtigungen hinterlassen werden.

Ich will nicht verhehlen, dass die Einarbeitung in ein CMS Zeit und Nerven kosten kann. Gerade wenn man als Einzelkämpfer oder Websitestarter zum zigsten Male Websitefragen googelt oder sich YouTube-Hilfe-Videos reinzieht, dann stehen die Chancen auf Websitefrust hoch. Zumal, wenn man seine Zeit echt besser einsetzen könnte. Auch der eigene Anspruch bzw. Perfektionismus kann zum echten Blocker werden.

Dir gefällt dieser Blogbeitrag?

Hab die Nase vorn und erfahre mit als Erster von meinen Webdesign-Tipps, Website-News, exklusiven Aktionen und meinen größten Learnings als Webdesignerin:
Hol Dir schnell meinen Newsletter.

Unsere E-Mails erreichen Dich über den Anbieter Sendingblue. In den Datenschutzhinweisen erfährst Du mehr dazu. Nach Deiner Anmeldung erhältst Du 1 - 2 mal pro Monat meine besten Tipps für Deine Website - eine Abmeldung ist natürlich jederzeit mit einem Klick möglich!

Warum unterscheiden sich die Webdesigner-Freelancer- bzw. Agenturpreise so stark?

Wenn Du Dir Angebote für eine Website-Erstellung machen lässt, dann achte darauf, dass die Angebote auch vergleichbar sind. Eine gute Vorbereitung ist wichtig, um Wünsche klar zu formulieren: Dann kann ein Webdesigner klarer und exakter kalkulieren und später auch flotter umsetzen.

Das beginnt bereits bei den technischen Voraussetzungen. Über wen und auf wen wird die Domain registriert? Ist das Hosting Bestandteil des Vertrages? Das hat übrigens schon für sehr viel Ärger gesorgt: Wenn Du die Kontrolle über Deine Site haben möchtest, dann trenne Hosting und Webdesign-Leistung.

Ein authentisches, individuelles Design zu entwerfen kostet mehr Zeit als ein fertiges Template mit ein paar Fotos und Texten umzumodeln.

Auch eine gründliche Analyse der Anforderungen und eine saubere Konzepterstellung ist nicht bei jedem Anbieter gegeben. Hast Du das Gefühl, dass die Site mal so huschhusch umgesetzt werden soll, dann lass die Finger weg. Ohne eine stabile, konsistente Basis, wirst Du Deine Site nicht wirkungsvoll ausbauen können.

Wie sieht es mit Folgekosten aus? Muss für jeden Anpassungshandgriff die Agentur beauftragt werden? Oder hast Du als Website-Eigner die vollen Adminrechte und kannst ggf. auch selber Anpassungen vornehmen?

Auch der Abrechnungsmodus kann unterschiedliche Preise ausmachen. Bei Festpreisen ist zwar ein gewisser Spielraum mit eingerechnet, der Zusatzleistungen im Verlaufe der Website-Entwicklung aber nicht mit einschließt. Ein Stundensatz bietet mehr Flexibilität, aber naturgemäß eine größere Unsicherheit in der Endabrechnung.

Auch die Qualität der Zusammenarbeit macht einen Unterschied: Zuverlässigkeit, Erreichbarkeit, persönliche Betreuung, Support und Schulung.

Was kannst Du mit welchem Budget umsetzen?

Eine grobe Richtlinie:

  • Projekte unter 1000 €  kann man selber versuchen
  • 1500 – 5000 € sind ein normaler Agenturpreis für die man eine ordentliche Website erhalten kann
  • Mit 5000 – 20.000 € muss man rechnen, wenn größere Projekte umgesetzt werden sollen
  • 20.000 € aufwärts für sehr komplexe und umfangreiche Projekte wie z. B. Shops oder Portale

Zusammenfassung und Fazit

Wenn man eine Site professionell erstellen lässt, kann durchaus sparen, indem man Texte oder Bilder selbst erstellt und zuliefert. Wobei darauf zu achten ist, dass die Qualität nicht darunter leidet.

Nenne Seiten, die Dir gut gefallen als Inspirationsquelle: So kann der Designer die Richtung schneller finden. Dabei brauchen die Sites gar nicht aus dem Fachbereich sein. Auch Teilbereiche, die gefallen, können hilfreich sein.

Entscheide nicht nur aufgrund des günstigsten Preises: Deine Website soll Dich und Deine Problemlösungen darstellen. Dazu brauchst Du einen Designer, der sich mit Dir und Deinem Business beschäftigt. Das kann übrigens auch gegen eine große Agentur sprechen.

Fazit: Es gibt keine pauschale Antwort, auf die Frage, was eine Website kostet. Ein billiges Angebot kann zu doppelt bezahlen führen, weil es nochmals gemacht werden muss. Ein teures Angebot garantiert immer noch nicht, dass eine Site der Burner im Web wird. 

Und noch eines: Eine fertige Website macht noch keinen Business-Erfolg. Eine Internetseite ist ein Permanent-Projekt, das gepflegt und ausgebaut werden will. Umso wichtiger, dass das Fundament tragfähig ist.

 

Die Autorin

Elke Petersen-Rusch ist Webdesignerin seit über 20 Jahren. Unzähligen Unternehmen, Praxen und Vereinen hat sie zu lebendigen Internetpräsenzen verholfen. Das Verbinden von Technik und Design ist genau ihr Ding – im Gegensatz zu Technikgeschwurbel. Als badisches Urgewächs lebt sie mittlerweile im Naturpark Aukrug mitten in Schleswig-Holstein – und liebt sowohl Spätzle als auch Grünkohl.

Elke Petersen-Rusch - CEO webwirbel.de GmbH

Website-Strategien, Tools und Tipps frei Haus gibt es über unseren Newsletter:

 

Unsere E-Mails erreichen Dich über den Anbieter Sendingblue. In den Datenschutzhinweisen erfährst Du mehr dazu. Nach Deiner Anmeldung erhältst Du 1 - 2 mal pro Monat meine besten Tipps für Deine Website - eine Abmeldung ist natürlich jederzeit mit einem Klick möglich!

Mehr Inspiration?
Willkommen in unserem Netzwerk!

webwirbel

Get in Touch

Web. Design. Online-Marketing.

webwirbel.de GmbH

Mo - Fr 9:00 - 17:00 Uhr

Kloster 10, 24613 Aukrug

Mail: beratung@webwirbel.de