Zuletzt aktualisiert: 05.12.2025

Website-Wartung – für Sicherheit und Performance

Ja, auch deine Website kann in gewisser Weise rosten. Eine Website besteht nun einmal aus Software-Teilen, die sich permanent weiterentwickeln. Deshalb ist sie dauerhaft nur so leistungsfähig, wie sie Pflege und Wartung erhält. Schlamperst du bei Website-Pflege und technischer Wartung fängt es über kurz oder lang an, im Getriebe zu knirschen.

Wie wichtig der Part der technischen Website-Wartung ist, wird gerne verdrängt. Kann ich auch verstehen, wenn Website-Technik nicht gerade das eigene Lieblingsthema ist. Aber gelöst werden muss der Punkt Website-Wartung halt schon – hilft nichts.

WordPress ist als Content Management System (CMS) besonders beliebt: Die Nutzerzahlen der frei verfügbaren Software steigen immer noch an. Eine große Entwicklergemeinde bringt immer neue Erweiterungen auf den Markt. Dieser große Vorteil kann aber auch zum Nachteil werden, denn damit ist WordPress ein beliebtes Angriffsziel für Hacker. Die Website regelmäßig zu warten, ist daher eine schlaue Idee.

Aber wie oft solltest du deine WordPress-Website warten? Auf was solltest du dabei achten? Oder was kannst du automatisieren? Hier gibt es die Antworten.

Das Wichtigste in Kürze zur technischen Website-Wartung

  • Sicherungen sind ein Must Have als Sicherheitsnetz bei Crashs aller Art
  • Website-Schutz: Updates sind ein Sicherheitsfaktor
  • Aktuelle Komponenten sorgen für bessere Performance und sind damit auch ein Rankingfaktor

Sicherungen: Das Sicherheitsnetz für deine Webseite

Wenn du es bereits einmal erlebt hast, dass du deine Webseite nicht mehr aufrufen kannst, dann weißt du sehr genau wie schnell dir der Schweiß auf der Stirn stehen kann. Es sei denn, du kannst ganz locker auf eine Sicherung zugreifen und deine Site wieder herstellen.

Mit einer Sicherung im Rücken kannst du dich ruhiger darum kümmern, weswegen die Site abgeraucht ist. War es ein schnödes technische Problem oder ein Hackerangriff?

Du bleibst aber handlungsfähig und hast wenig bis gar keinen Datenverlust zu beklagen.

Gute Provider bieten automatische Backups an, aber nicht alle. Manche lassen sich das als Extraleistung bezahlen, manche fordern bei Wiederherstellung ihren Obolus.

Ich nehme diesen Part unabhängig in die Hand und organisiere meine eigenen (zusätzlichen) Sicherungen. Das ist einfach möglich über Plugins wie Updraft und kann sehr gut automatisiert werden. Sichere deine Website mit Haut und Haaren, sprich WordPress, Plugins, Daten und vor allem die Datenbank. Die Sicherung sollte auf eine externen Speicherplatz durchgeführt werden: Denn wenn der Server gehackt worden ist oder es ein technisches Problem gibt, dann wären auch die Sicherungen betroffen. Und da würde sich die Katze in den Schwanz beißen.

Wie oft du die Backups ausführen lässt, hängt von der Frequenz ab, wie oft Änderungen auf der Website erfolgen und auch, wie umfangreich sie ist. Bei kleineren Sites empfehle ich einen Zyklus von ein bis zwei Wochen, bei größeren ein tägliches Backup.

Regelmäßige Updates sind ein Sicherheitsfaktor

Die große WordPress-Entwicklergemeinde bietet für fast jeden Anwendungsfall Plugins an. Ein Kriterium für ein gutes Plugin ist, wenn es aktiv weiterentwickelt wird. Achte beim Einsatz von Plugins darauf, wie lange es schon besteht, wie viele Leute es nutzen und positiv bewerten und wann die letzten Updates angeboten worden sind:

Wieviel die Updates kosten, hängt vom Plugin ab: Die meisten sind kostenfrei und nur für die Pro-Versionen fallen Kosten in Form von Abos oder Liftetime-Lizenzen an.

Aber definitiv sind die Updates wichtig, um Sicherheitslücken zu schließen bzw. Fehler zu beheben, die zum potentiellen Risiko werden könnten.

Zusätzlich macht es Sinn, mit entsprechenden Sicherheitsplugins Angriffsflächen zu minimieren bzw. abzusichern. Letztendlich ist es ein Spielchen Hacker gegen Entwickler: 100%-Sicherheit wird es nicht geben, aber das Risiko zu minimieren sollte Business-Website-Pflicht sein.

Wie oft sollte eine WordPress-Website gewartet werden?

v

„Ich habe wenig Änderungen auf meiner Homepage. Reicht es denn dann nicht, alle paar Monate Updates zu machen?“

„Ganz klar: Wenn dir deine Site am Herzen liegt, dann ist das nicht ausreichend.“

Das Thema ist nicht, wie oft du deine Inhalte änderst, sondern wie oft Updates für die einzelnen Komponenten der Website, also WordPress selbst, das Theme, die Plugins und eventuell zusätzliche Erweiterungen zur Verfügung stehen.

Diese Updates bedeuten immer verbesserte Sicherheit, Fehlerbehebungen, Performance-Steigerungen oder mehr Nutzerfreundlichkeit der jeweiligen Komponente. Sie sind also meistens etwas Gutes, das man nutzen sollte.

Ja, meistens: In Entwicklerkreisen heißt es nicht umsonst, neue Software, neue Fehler. Es gibt definitiv immer wieder Updates, die sich mit anderen Plugins beharken oder Probleme machen. Das ist auch der Grund, weshalb die Updates nicht automatisch laufen sollten. Stell dir vor, ein Plugin wird automatisch aktualisiert und macht Probleme – und du bekommst es noch nicht einmal mit. Und wenn du dann zusätzlich kein Backup hast, dann kann das allerhöchst ärgerlich sein.

Mein Credo ist, dass Updates möglichst schnell gemacht werden sollten. Neben einem Backup der Site vor der Aktualisierung werfe ich vorher gerne einen Blick in einschlägige Foren bzw. fahre einen Test auf einer Test-Website. Dann kann ich entscheiden, ob ich noch etwas warte, bis gefundene Probleme in einem weiteren Update eingefangen worden sind und spiele das dann ein.

Die Updates der Plugins und Themes kommen in unregelmäßigen Abständen mit unterschiedlicher Priorität: Nutze von daher den Service von Sicherheitsplugins, die dich benachrichtigen, wenn etwas aktualisiert werden sollte.

Wenn dir das zu schwierig ist oder du deine Zeit lieber anders einsetzen möchtest, dann kannst du für die Betreuung deiner Seiten gerne mein Angebot zur regelmäßigen Website-Wartung in Anspruch nehmen.

Einen Überblick über typische Wartungspakete und Preisbereiche findest du in meinem Artikel zu Website-Wartungspaketen.

Website-Wartung macht deine Website schneller

Nutzer mögen es, aber auch Google mag es, wenn deine Homepage flott läuft und sich die Seiten schnell aufbauen. Möglichst geringe Lade- und Seitenaufbauzeiten sind ein sehr positives Signal. Das funktioniert aber nur dann, wenn Plugins und Themes sehr gut miteinander arbeiten.

Gerade wenn es eine neue WordPress-Aktualisierung gibt, ziehen Plugins und Themes mit Updates nach: Wenn dein Content sauber ausgespielt werden soll, empfiehlt es sich, zu diesem Zeitpunkt häufiger ein Auge auf die Webseiten zu haben.

Nutzt du ein Caching-Tool, also ein Tool, um Inhalte deiner Website zwischen zu speichern und sie bei Bedarf schneller auszuspielen? Das ist gut, aber achte nach Updates darauf, den Cache zu leeren: Sonst kann es mindestens zeitweise zu unschönen Ansichten deiner Website kommen.

Vorsicht ist übrigens geboten, wenn du das Updaten längere Zeit sträflich vernachlässigt haben solltest. Absolut keine Seltenheit: Bei Website-Checks habe ich es nicht nur einmal gesehen, dass sich ein regelrechter Update-Stau gebildet hat. Einfach alles Updaten kann dann gründlich schiefgehen. Das ist dann ein guter Zeitpunkt für einen Technik-Check. Wenn zu alte Komponenten dabei sind, ist eventuell sogar ein (technischer) Relaunch sinnvoll – wie du dabei auch dein Ranking schützt, erfährst du im Relaunch-&-SEO-Leitfaden.

Die Website-Umgebung: PHP als Basis

WordPress ist in der Programmiersprache PHP geschrieben. PHP ist aber nicht gleich PHP: Es gibt davon verschiedene Versionen, um Anwendungen schneller und sicherer betreiben zu können.

Lässt man WordPress auf einer alten PHP-Version (z. B. 7.x) laufen, dann kann es sehr gut sein, dass Plugins nicht richtig funktionieren und die Website lahm läuft. Aktuell sind wir bei PHP der Versionen 8.+. Üblicherweise kann man das in den Providerportalen einfach einstellen.

Wenn du das machst, dann bitte prüfe vor einem endgültigen Umstellen auf eine neue PHP-Version, ob alles noch läuft, wie es soll. Stellst du ohne Test um und es knallt, kannst du oft nicht mehr auf die alte Version zurückgreifen. Kein Spaß.

Übrigens lassen sich manche Provider das Betreuen von alten PHP-Version extra bezahlen: Der sogenannte Extended Support – Ionos und Strato sind Kandidaten dafür. Wenn das der Fall ist, besteht dringender Handlungsbedarf, wenn du nicht unnötig Geld verschwenden möchtest.

Fazit

Sicherheit, Performance und Nutzerfreundlichkeit hängen eng mit Website-Komponenten zusammen, die up to date sind. Veraltete Plugins oder Themes machen deine Site nicht nur angreifbarer sondern schaden auch der Reputation – sowohl bei Suchmaschinen als auch deinen Website-Besuchern.

Aber auch für deine eigene Arbeit ist es hilfreich zu aktualisieren: Neue Funktionen verbessern das Arbeiten mit deiner Site. Sicherungen halten dir den Rücken frei, wenn es darauf ankommt, deine Internetpräsenz doch einmal wieder herstellen zu müssen.

Fehlen dir Zeit oder Wissen, deine Site aktuell zu halten?

Diese Last brauchst du nicht länger tragen:

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hallo, ich bin Elke

und ich arbeite seit über 20 Jahren als Webdesignerin, Webentwicklerin und SEO-Strategin.

Spezialisiert habe ich mich auf kleine und mittlere Unternehmen in vielerlei Branchen: Arztpraxen, Beratungen, Reisen, Sport und viele mehr. Dabei liegt es mir sehr am Herzen nicht einfach nur schöne Websites zu entwickeln oder zu relaunchen.

Mein Fokus als zertifizierte SEO-Managerin liegt insbesondere darauf zu zeigen, wie mit den Sites gezielt und strategisch für die Unternehmensziele gearbeitet werden kann.

Du willst noch mehr wissen? Dann schaue gerne auf meine Über mich-Seite.

Elke Petersen-Rusch - CEO webwirbel.de GmbH

Gefällt Dir der Beitrag? Dann freue ich mich über eine Empfehlung:

Das könnte dich auch noch interessieren

Website-Relaunch & SEO – der komplette Leitfaden

Ein Website-Relaunch kann dich nach vorne katapultieren – oder dein Google-Ranking in Rekordzeit versenken. Das muss nicht passieren. Mit einer klaren SEO-Strategie sicherst du deine Rankings, steigerst deine Sichtbarkeit und machst aus dem Relaunch ein echtes Wachstumstool.

Zuletzt aktualisiert: 16.10.2025

Google Index: Fehler erkennen & lösen

Noindex, Canonical, 404 – klingt kryptisch? In meinem Blogbeitrag entschlüssele ich, was Google dir sagen will, wenn Seiten nicht indexiert werden.

Zuletzt aktualisiert: 31.07.2025

Vertrauen auf der Startseite aufbauen

So gestaltest du deine Startseite vertrauenswürdig – mit Gesicht, Klartext und Struktur, die hängen bleibt. Mit 7 Bonus-Vertrauens-Tipps.

Zuletzt aktualisiert: 27.10.2025

Warum deine Website deinen Business-Spirit widerspiegelt

Natürlich kann jeder primär deine Angebote bzw. Leistungen auf deiner Website wahrnehmen. Strahlt sie aber auch das aus, was dein Unternehmen verkörpert und was fremde Menschen Vertrauen fassen lässt? Was deinen Business-Spirit ausmacht? Buchst du nicht auch lieber...

Zuletzt aktualisiert: 15.08.2025

Website Marketing

Deine Website als aktive Marketing-Plattform: Steigere mit Website Marketing organischen Traffic und mache Besucher zu begeisterten Kunden.

Zuletzt aktualisiert: 01.08.2025